Oberstlt. Paul von Lettow Vorbeck gab am 23. August 1914 Befehl die britische Ugandabahn auch vom
Nordwesten der Kolonie Deutsch-Ostafrika aus zu bekämpfen. Hierauf kam es am 12. September 1914
bei Kisii in Britisch Ostafrika zu einem schweren Gefecht gegen einen dreifach überlegenen Gegner.
Das Foto zeigt, in der Talsohle die alte Boma von Kisii, mit dem damaligen Standort der 7. F.K. unter
Hptm. Wilhelm Bock von Wülfingen. Von den Hügeln im Hintergrund griffen, gegen Mittag, die A, C
und D Komp. des 4. Bat. K.A.R. mit Teilen der Uganda Police Service an. Nach verlustreichen Gegen-
angriffen konnte sich die 7. F.K. abends von Gegner lösen und am nächsten Tag zurückmarschieren.

Bei der Schutztruppe fielen hierbei: 9 Europäer, 17 Askari, 12 Rekruten und 1 Träger. Gemeinsam mit den
britischen Gefallenen, wurden die dt. Europäer zuerst in der Boma von Kisii aufgebahrt, bevor alle auf den
Kommunalfriedhof in Kisumu verlegt wurden. Nordwestlich vom Zentrum am Flughafen (Fotos: 4/2009)
In Kisumu, der abgeteilte Friedhofsbereich mit den 9 deutschen Gräbern. (Fotos: 4/2009)




Textquellen und weitere Hintergründe:
- “Namensliste der gefallenen Kolonialhelden des 1. Weltkrieges“ ; Dr. Justus Schottelius
- “Deutsches Kolonialblatt“ , Ausgabe 1915, S. 12 Mitte rechts + 13 Oben links.
- “Das Offizierkorps d. Schutztruppe f. DOA im Weltkrieg 1914-1918“ , S. 52, 54 + 58;
Band 10, Beiträge z. dt. Kolonialgeschichte, W.-Eisenhardt Maillard + J. Schröder.(Hier, beim Verband erhältlich) - “Die Operationen in Ostafrika“ , Weltkrieg 1914-1918, S. 57, Fußnote 4); Ludwig Beoll
- “Tales from the King´s African Rifles“, p. 115-118, John Nunnley, Orion Publishing Group
Es wurde eine weiterergehende Pflege der deutschen Gräber in Auftrag gegeben.
Gruß Holger Kotthaus
