Offiziershelm (Pickelhaube) zur Heimatuniform

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Offiziershelm (Pickelhaube) zur Heimatuniform

Beitragvon Redaktion » Mi 16. Apr 2008, 16:04

In der aktuellen 113.Kube-Auktion wird als Los 1534 ein Helm angeboten.
Beschreibung:

"Helm für Offiziere im Reichskolonialamt in der Form ab 1915. Leder, gut versilberte Beschläge, Schraubspitze auf Hals mit Bajonettverschluß, gold, Sternschrauben (eine fehlt). Vorne breiter Reichsadler. Gewölbte versilberte Schuppenkette mit Kokarden an Knopf 91, helles Seidenfutter. Eckiger Vorderschirm. Sehr selten!
Aufruf 5500,- € "


Bild

Da mich alles rund um´s Reichskolonialamt interessiert, habe ich mal dazu etwas geforscht. Vermutlich bezieht sich die Beschreibung "..in der Form ab 1915" auf die Änderung der Heimatuniform der Schutztruppen vom 25.Januar 1916, veröffentlicht im Deutschen Kolonialblatt (DKB), Nr.4/5 vom 1.März 1916. Dort wird der Helm (die sogenannte Pickelhaube) zur Heimatuniform folgendermaßen beschrieben:

a) für Offiziere: Helm preußischer Probe mit eckigem Vorderschirm. Beschläge vergoldet, bzw. versilbert, je nach der Knopffarbe des Waffenrocks. Für Generale, Zentralverwaltung und Generalstab Kreuzbeschlag und sechskantig ausgekehlte Aufsatzspitze, im übrigen Scheibe und glatte Spitze. Fliegender Reichsadler. Weißer Haarbusch, für Generale Federbusch wie bisher.

b) für Sanitätsoffiziere, Veterinäroffiziere und Beamte: Helm wie für die entsprechenden Klassen des preußischen Heeres vorgeschrieben, jedoch an Stelle des preußischen Adlers der entsprechende Reichsadler. Beschläge vergoldet, bzw. versilbert, je nach der Knopffarbe des Waffenrocks.


Im Anhang wird weiter zum Helm erklärt:
"Zierat, Beschläge, Schuppenketten und Haarbuschtrichter
a) Generalen und
b) Kommando der Schutztruppen im Reichskolonialamt: vergoldet
c) Generalstabsoffiziere: versilbert

Busch
a) Generale: Busch aus weißen (aussen), scharzen (in der Mitte) und roten (innen) Hahnenfedern; schneidet mit dem oberen Rand des Helmschirmes ab.
b) Kommando der Schutztruppe im Reichskolonialamt und
c) Generalstabsoffiziere: Busch aus weißem Büffelhaar; schneidet mit dem unteren Rande des Helmschirmes ab.


Das heißt, der Generalshelm und der von Offizieren im Kommando der Schutztruppen im Reichskolonialamt ist nur zu unterscheiden, wenn da ein Busch drauf ist! Wie der Generalshelm und seine "sechskantig gekehlte Aufsatzspitze" aussieht, sehen wir in der Vorstellung des Helmes von Martin Svoboda. Der angebotene Helm mit glatter Spitze auf einer Scheibe in silber ist also keinesfalls ein Helm von Offizieren im Kommando der Schutztruppen im Reichskolonialamt und auch nicht von einem Generalstabsoffizier. Es dürfte sich vermutlich um einen Helm zur Heimatuniform eines "normalen" Schutztruppenoffiziers handeln.

Wenn man chronologisch vorgeht, findet man in der 1.Bekleidungsvorschrift für die Schutztruppe in Deutsch-Ostafrika (1891) einen Lederhelm mit eckigem Vorderschirm, fliegendem Reichsadler, flacher vergoldeter Schuppenkette und gereifelter Spitze auf klauenförmigen Untersatz mit schwarz-weiß-roter Kokarde für Offiziere zur Heimatuniform. Dieser Helm entfällt aber in der Vorschrift von 1896 für alle Schutztruppen wieder. Als Kopfbedeckungen werden nur noch Hut, Mütze oder Tropenhelm genannt. Erst 1916 kommt die Pickelhaube für die Schutztruppe wieder (siehe oben).



In der "Siebentritt-Auktion" (Kube-Auktion 98, von 2002) wurde ein fast identischer Helm als Los 187 angeboten. Text damals:

Offiziershelm in der Form ab 1897 für Beamte der Kolonialverwaltung. Leder, versilberte Beschläge: glatte Spitze auf Tellerbasis mit vergoldeten Sternschrauben. Vorne breiter Reichsadler. Gewölbte versilberte Schuppenketten, Reichskokarde rechts. Futter aus weißblau gestreiften, feinen Leinen.
Aufruf 2800,- €


Es ist davon auszugehen, daß man seinerzeit für den Katalog auf Inventarlisten von Herrn Siebentritt zurückgriff, der bekanntlich als großer Kenner der Materie galt. Allerdings konnte auch er sich irren. Leider ist mir keine Bekleidungsvorschrift für Beamte der Kolonialverwaltung von 1897 bekannt.

Hinweise zur Bekleidung der Beamten in den Schutzgebieten finden sich leider in den Bekleidungsvorschriften der Schutztruppe kaum. In der Vorschrift von 1913 eine kurze Erwähnung bei der Heimatuniform (A, Abs.6), wo auf eine extra Vorschrift zur Uniformierung der Beamten verwiesen wird und zu den Unterscheidungs- und Gradabzeichen (Achsel-, Kragenstücke etc.), daß die bisherigen Hoheitsabzeichen bestehen bleiben. Dazu ist bei Beamten der kleine Reichsadler oder das Reichswappenschild explizit erwähnt.

Erst in der Vorschrift von 1916 finden sich die Beamten dann in einem eigenen Passus J. Dort steht zum (Beamten-)Helm zur Heimatuniform:

Helm: Wappenadler (Reichsadler), auf dessen unterem Teil als Beamtenzeichen bei oberen Beamten ein kleiner Reichsadler, bei Unterbeamten das Reichswappenschild aufgeheftet ist. Die Landeskokarde bleibt weg.


Die Beschlagfarbe richtet sich, gem. dem oben zitierten Absätzen, nach der Knopffarbe.

Ich kann mir nicht so recht vorstellen, wie auf dem Reichsadler ein weiterer Reichsadler, bzw. ein Reichswappenschild angebracht werden soll und wie das aussieht. Wer da Infos und Bilder: Ich freue mich über Aufklärung.
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Re: Offiziershelm (Pickelhaube) zur Heimatuniform

Beitragvon rwendel » Di 5. Mai 2009, 19:31

Hallo,

nach Studium der bekannten Bekleidungsvorschriften komme ich ebenfalls zu der Erkenntnis, das es sich bei dem vorgestellten Helm nicht um einen Helm für einen Offizier im Kommando der Schutztruppen innerhalb der Abteilung M des Reichskolonialamts oder eines Generalstabsoffiziers handeln kann.

Der Helm entspricht einem Helm zur Heimatuniform für einen Offizier aus Deutsch-Ostafrika, Deutsch-Südwestafrika oder Kamerun gemäß der Bekleidungsvorschrift von 1916. Der fliegende Reichsadler, die Schuppenkette, die runde Aufsatzscheibe und die glatte Spitze sind in versilberter Ausührung. Die runde Aufsatzscheibe und die glatte Spitze sind hier zur Identifizierung und Zuordnung von besonderer Bedeutung.

Warum die Sternschreiben vergoldet und nicht in silberner Ausführung sind wäre vielleicht noch zu klären, hat aber vielleicht auch keine besondere Bedeutung weil in der Vorschrift auch keine Regelungen zu den Sternschrauben bestehen.

Auch wenn keine Bekleidungsvorschriften für Beamte des Reichskolonialamts, speziell der Abt. M bekannt sind, so kann man aufgrund der Vorschrift von 1916 sicherlich einen Helm für einen Beamten ausschließen.
Es dürfte sich somit tatsächlich um einen doch recht seltenen Helm für einen "normalen" Schutztruppenoffizier handeln.

Eine weitere Frage stellt sich noch: Wer konnte überhaupt als Träger eines solchen Helmes ab 1916 überhaupt in Frage kommen? Die aktiven Offiziere waren in Afrika im Feld oder in Gefangenschaft und das Kommando der Schutztruppen im Reichskolonialamt scheidet aus. Offiziere im Beurlaubtenstand hätten das Landwehrkreuz tragen müssen, inaktive Sanitäts- und Veterinäroffiziere durften keinen fliegenden Adler tragen.
Vermutlich war der Träger ein Schutztruppen-Offizier im Beurlaubtenstand (Reserve/Landwehr), der es während des Krieges mit dem Landwehrkreuz nicht mehr so ernst nahm oder ein noch während des Krieges in die Heimat zurückgekehrter Offizier oder ein Veteran nach 1918.

Kommen vielleicht noch weitere Träger in Frage? Eine kleine Diskussion zum Thema wäre schön!

Gruß
R. Wendel
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Re: Offiziershelm (Pickelhaube) zur Heimatuniform

Beitragvon rwendel » Sa 9. Mai 2009, 15:14

Hallo,

zu der Frage, wie ein Reichsadler bzw. Wappenschild auf dem eigentlichen Reichsadler angeheftet aussieht, so kann man sich das bei einem Helm der letzten Kube-Auktion 116. Auktion vom Mai 2009 bei Los 1163 sehen.

Gruß
R. Wendel
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Re: Offiziershelm (Pickelhaube) zur Heimatuniform

Beitragvon Redaktion » Mo 26. Apr 2010, 15:48

In der Hermann-Historica-Auktion Nr.49 von 2005 wurde dieser Helm für 2500 Euro versteigert.
Beschreibung damals:
Helm für Offiziere der Schutztruppen zur Heimatuniform, 1916
Lackierter Lederkorpus, vergoldete Beschläge in Offiziersausführung. Spitze mit Bajonettverschluss abnehmbar, Offiziersrosetten an verdeckten Knöpfen '91, Reichskokarde. Beiges Seidenripsfutter. Sehr seltener Helm in perfektem Zustand.


Da der Schirm rund und nicht eckig ist und es kein "fliegender Reichsadler" ist, dürfte die Bezeichnung wohl nicht zutreffend sein.
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Re: Offiziershelm (Pickelhaube) zur Heimatuniform

Beitragvon Redaktion » Mo 26. Apr 2010, 16:07

Dieser Helm, aus der Hermann-Historica-Auktion Nr. 47 von 2004, der für 2600 Euro verkauft wurde, wurde folgendermaßen beschrieben:

Helm für Angehörige des Kommandos der Schutztruppen im Reichskolonialamt
Fiberkorpus mit weißen Beschlägen und gekehlter Spitze. Spitzenhals abschraubbar. Eine Sternschraube des Kreuzblattbeschlages ergänzt, Lack mit leichten Rissen und geringen Abplatzungen. Reichsadler-Wappen etwas angelaufen und an einer Stelle neu verlötet. Hinterschiene an der Kante des Nackenschirmes repariert. Seidenripsfutter und Schweißband mit leichten Tragespuren.
Extrem seltener Helm in gutem Erhaltungszustand.


Eckiger Schirm, Kreuzbeschlag und sechskantig ausgekehlte Aufsatzspitze passt, aber die Farbe silber nicht zum Kommando der Schutztruppen im Reichskolonialamt. Wenn ich das richtig sehe, ist das ein Helm für einen Offizier im Generalstab. Hier übrigens deutlich der "fliegende Adler" in breiter, ausladender Form. Dass es den auch schmaler gab, sehen wir auf dem Generalshelm im Magazinbeitrag. "Fliegend" heißt wohl nur, daß die Schwingen ausgebreitet sind.
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Re: Offiziershelm (Pickelhaube) zur Heimatuniform

Beitragvon rwendel » Do 29. Apr 2010, 18:51

Der Generalshelm trägt keinen fliegenden Reichsadler sondern den eher bekannten runden bzw. ovalen Reichsadler.
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Re: Offiziershelm (Pickelhaube) zur Heimatuniform

Beitragvon Redaktion » Do 29. Apr 2010, 19:22

rwendel hat geschrieben:Der Generalshelm trägt keinen fliegenden Reichsadler sondern den eher bekannten runden bzw. ovalen Reichsadler.


Bild

Also wenn dieser Adler kein "fliegender Adler" ist und man davon ausgehen muß, daß ein General sich an die Vorschriften hält (was man wohl kann), dann gibt es dafür nur eine Erklärung - und jetzt fällt bei mir der Groschen Bild

Die Generale bekamen ja schon in der Vorschrift von 1913 die Pickelhaube zur Heimatuniform, damals noch mit dem "normalen" Reichsadler. Erst in der 1916er Vorschrift kam der "fliegende Adler" ! Damit dürfte klar sein, daß der von Herrn Svoboda vorgestellte Helm, ein Generalshelm nach 1913er Vorschrift ist. :idea:

Tja, somit haben wir zwar leider doch noch kein Bild einer Pickelhaube eines Offiziers im Kommando der Schutztruppen im Reichskolonialamt nach 1916, aber wir können ihn uns nun recht gut vorstellen. So wie der obige Generalshelm von 1913, aber mit fliegendem Adler, wie beim Generalstabshelm - nur in gold.
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Re: Offiziershelm (Pickelhaube) zur Heimatuniform

Beitragvon habari » Do 22. Jul 2010, 18:40

Zuden beiden Schutzruppenhelmen ("Pickelhauben") möchte ich folgendes anmerken:

1. Der Helm aus der Hermann-Historica-Auktion Nr. 47 von 2004 ist mit einem fliegenden Reichsadler ( so nennen ihn die Spezialsammler von Kopfbedeckungen ) versehen, was leicht nachzuvollziehen ist. Über seinem Kopf ist die Kaiserkrone des deutschen Reiches angebracht die niemals hergestellt worden ist, sondern, soweit mir bekannt ist, nur als Holzmodell existierte. Auf seiner Brust ist das Adler-Wappenschild des Königreichs Peußen zu sehen. Auf dem Kopf des Adlers die preußische Königskrone und auf der Brust das preußische Wappen , wahrscheinlich Sinnbild für "Deutscher Kaiser und König von Preußen".

2. Der Helm aus der Hermann-Historica-Auktion Nr.49 von 2005 ist mit einem sogenannten Heraldischen Adler ( so nennen ihn die Spezialsammler von Kopfbedeckungen ) versehen. Alles andere unter 1. Genannte trifft auch hier zu. Heraldischer Adler wahrscheinlich deswegen, weil er dem Wappen des Deutschen Reiches sehr ähnlich ist. Auch der Adler des Königreichs Preußen ist ein heraldischer.

Aus der zitierten Bekleidungsvorschrift von 1916 geht die Art des Adlers für Generale, Angehörige des Kommandos der Schutztruppen im Reichskolonialamt und Angehörigen des Generalstabs, in Form und Farbe eindeutig hervor. In den Änderungen und Ergänzungen zur Bekleidungsvorschrift (1898) von 1913 wird nur von einem Reichsadler gesprochen. Die Frage wie er wirklich aussah ist sehr berechtigt.

Vielleicht eine kleine Hilfe um die Verwirrungen durch die ständig durcheinandergebrachten
Formen des Reichsadlers zu beseitigen. Die Meinung eines guten Heraldigers wäre vielleicht auch mal ganz hilfreich.

Gruß
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Re: Offiziershelm (Pickelhaube) zur Heimatuniform

Beitragvon Redaktion » Mi 4. Aug 2010, 17:08

So! Nachdem ich seit knapp 10 Jahren nach einem Bild einer Pickelhaube für Offiziere im Reichskolonialamt suche, wir hier seit über 2 Jahren um das genaue Erscheinungsbild herumdiskutiert und schließlich eine genaue Vorstellung bekommen haben, habe ich mir so ein Teil mal nachbauen lassen. Die Chance ein Realstück überhaupt mal zu Gesicht zu bekommen, erscheint mir nahe Null zu sein. Der Helm wurde erst 1916 eingeführt und ob sich überhaupt noch welche der wenigen Offiziere im RKA so ein Teil angeschafft haben, ist extrem fraglich.


Voila: So sieht der Helm für Offiziere im Reichskolonialamt nach Vorschrift von 1916 aus.
(Theoretisch für Generale ab 1916 übrigens genauso, nur der Paradebusch ist abweichend, aber die haben ja schon 1913 ihren mit altem Reichsadler bekommen.)

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Wenn ich mal Zeit habe, muß ich dazu mal einen Beitrag im Magazin schreiben...
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Re: Offiziershelm (Pickelhaube) zur Heimatuniform

Beitragvon Tsingtau » Do 5. Aug 2010, 18:44

Eigentlich schreibe ich die folgenden Zeilen mehr als ungern, insbesondere wenn ein "Mitstreiter in der Sache" - wie hier unser "Redakteur" - engagiert ist und zur Vervollständigung des Wissens aller Interessierter beiträgt. Auf der anderen Seite ist aber an dieser Stelle meines Erachtens ein wichtiger Hinweis erforderlich.

Am 4. Oktober 1915 ordnete das preuß. Kriegsministerium an, daß während des Krieges für Bekleidungs- und Ausrüstungsstücke Sparmetalle nicht verwendet werden durften. An deren Stelle hatte verzinktes Eisen zu treten.
Was Sparmetalle waren, war im sogenannten 1. Metall-Sparerlaß vom 10.12.1914 geregelt. So ist dort u. a. festgelegt worden: "Ersatz von Messing, Kupfer und Nickel bei Beschlägen, Verzierungen ... durch verzinktes Eisen". Es gab danach weitere vier Metall-Sparerlaße, die die Verwendung von Sparmetallen immer mehr einschränkten bzw. sogar ausdrücklich verboten.

Nach diesen Erlaßen richteten sich nicht nur die anderen Kriegsministerien (Bayern, Sachsen, Württemberg) sondern auch die Marine (Reichsmarineamt). Auch das Reichskolonialamt wird sich dem hat anschließen müssen, obwohl mir diesbezüglich - leider - keine Erlaße vorliegen.

Ob nun wirklich Helme wie hier vorgestellt so von den Offizieren beschafft werden konnten, muß kritisch hinterfragt werden. Möglicherweise erklärt das auch, warum heute kein originales Stück vorhanden ist.

Gruß

Tsingtau
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